Der Gemeinderat der Gemeinde Schmelz förderte das Feuerwehrwesen systematisch. Neue Uniformen wurden angeschafft, Feuerwehrgeräte hinzugekauft. Eine für die Zukunft der Feuerwehr strategische Entscheidung fiel 1951 im Gemeinderat zu Schmelz. Der Rat beschloss, weil die bestehenden Feuerwehrgerätehäuser in keiner Weise mehr dem geforderten baulichen Zustand entsprachen und weil die Ausrüstung der Feuerwehr nicht zeitgemäß war, ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Als Standort wurde ein gemeindeeigenes Grundstück an der Prims gewählt. Heute hat in dem 1952 fertiggestellten ehemaligen Feuerwehrgerätehaus der Bauhof der Gemeinde Schmelz seinen Sitz. Zudem entschied der Gemeinderat, dass für die Wehr der Gemeinde Schmelz zum ersten Mal ein Löschfahrzeug, ein LF 8 der Marke Citroën, angeschafft werden sollte. Die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses und die Indienststellung des LF 8 erfolgte im Rahmen des 75-jährigen Stiftungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Bettingen am 14. und 15. Juni 1952. An diesem Tag ging sicher der Wunschtraum vieler aktiver Feuerwehrmänner der Gemeinde Schmelz in Erfüllung. Die Feuerwehr war im 20. Jahrhundert angekommen.

 

Beide Löschzüge hatten jedoch ein gravierendes Problem: Eigentlich wollten sie selbständig bleiben - sie führten ja ein jeweils eigenständiges Organisationsleben - mussten sich künftig aber ein Feuerwehrgerätehaus und ein Löschfahrzeug teilen. Bei dem ein oder anderen Wehrmann war der Wunsch nach Selbständigkeit des Löschzuges stärker ausgeprägt als die Einsicht, dass für die Sicherheit der Menschen die Zusammenarbeit zwischen Außenern und Bettingern eine schiere Notwendigkeit darstellte. Es bedurfte noch einer ganzen Reihe von Jahren und der Überzeugungskraft weiterdenkender Feuerwehrmänner, bis die Löschzüge zusammengewachsen waren. Nicht zuletzt bedurfte es dazu auch des Druckes von außerhalb der Feuerwehr, um mit den Jahren eine einheitliche Gemeindefeuerwehr zu schaffen. So musste der damalige Kreisbrandinspekteur Hoffmann am 14.12.1952 anordnen, dass ab Januar 1953 alle Übungen der Schmelzer Wehr sowie die Schulungen gemeinsam durchzuführen seien. Die Kassen blieben jedoch getrennt, ebenso die kameradschaftlichen Veranstaltungen. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass, als Peter Staudt im Oktober 1952 verstarb, unter seiner Führung mit der Unterstützung der Gemeinde die Voraussetzungen für das Feuerlöschwesen in der Gemeinde Schmelz besser waren als je zuvor. Ihm folgte als Wehrführer der Landwirt Peter Groß (der Großvater des aktiven Feuerwehrmannes Werner Groß). Durch die Bildung eines gemeinsamen Vorstandes wurde im Jahr 1952 auch die Voraussetzung geschaffen, dass die Zusammenarbeit zwischen den Löschzügen besser koordiniert werden konnte.

 

1953 wurde im Feuerwehrgerätehaus eine Wohnung für den Fahrer des Löschfahrzeuges eingerichtet. Auf das Gebäude wurde im Jahr 1954 eine Feuersirene installiert und somit die Alarmierung der Wehrmänner im Brandfall optimiert.

 

Als Peter Groß aus gesundheitlichen Gründen Ende 1958 sein Amt als Wehrführer niederlegte, wurde Josef Jakobs Wehrführer der Gemeinde Schmelz. Es bleibt sein Verdienst energisch, jedoch mit Einfühlungsvermögen und Tatkraft, die Löschzüge von Außen und Bettingen zu einer Wehr zusammengeführt zu haben.

 

Wie die Protokollbücher ausweisen, war das ein ziemliches Stück Arbeit. Er führte ein, dass jeden Monat eine Übung abzuhalten war, natürlich abwechselnd einmal in Außen und einmal in Bettingen. Noch 1961 meldete jeder Löschzug nach einer Übung getrennt beim Wehrführer. Das Protokoll der Vorstandssitzung der Feuerwehr Schmelz vom 28.02.1962 im Gasthaus Brill in Bettingen gibt beredtes Zeugnis vom Zustand der Wehr. „Anwesend waren von Löschzug „A" 7 Mann, von „B" 4 Mann. Oberbrandmeister Jakobs gab einen Bericht über das verflossene Jahr. Er sagte unter anderem, dass doch die Führung Hand in Hand arbeiten müsse, solange das nicht erreicht ist, kann man es nicht von den Zügen verlangen." In der Folgezeit wurde mehrheitlich beschlossen bei Festen gemeinsam anzutreten. Es dauerte jedoch bis 1967 bis der erste gemeinsame Familienabend stattfand. Die Kameradschaftskassen blieben noch getrennt, sodass der Reinerlös aus der Tombola des ersten gemeinsamen Familienabends geteilt werden musste.

 

Als die Delegiertenversammlung der Deutschen Feuerwehr im Jahr 1964 zur Sicherung des Feuerwehrnachwuchses die Jugendfeuerwehren einrichtete, wurde diese Initiative auch in der Feuerwehr Schmelz aufgegriffen. Der Löschmeister Helmut Hoffmann wurde mit der Bildung einer eigenen Jugendfeuerwehr beauftragt. Diese nahm 1965 bereits an einem Jugendfeuerwehrtreffen in Lebach teil.

   
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