Die Grillsaison im Saarland hat begonnen, hier einige Tipps die sie beachten sollten.

Brandschutztipp

Ungetrübte Schwenkerfreuden

Die Grillzeit beschränkt sich schon lange nicht mehr ausschließlich auf die Sommermonate. Dazu ist Grillen bei Alt und Jung viel zu beliebt. Kaum zeigen sich die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen, kaum klettert die Quecksilbersäule in Richtung 20 Grad, da geht sie wieder los - die Grillsaison. Sogar in den Wäldern hat man eigens Feuerstellen für das große Grillvergnügen erstellt.
Ob Kotelett, Steak, Rippchen, Schweinebauch, Wurst, Leber, Hähnchen oder Fisch, alles lässt sich auf einem Holzkohlengrill schmackhaft zubereiten. Jeder hat da so seine Spezialrezeptur, mit der er die Gaumen seiner Gäste zu erfreuen weiß. Da geht er nicht das geringste Risiko ein. Doch schon bei der Standortwahl und beim Entzünden der Holzkohle sind andere Fakten wichtiger, Risiko zählt nicht. Hauptsache die Produktion läuft. So manche Grillfete endete schon "heiß", weil leichtsinnig mit offenem Feuer umgegangen wurde. Doch falscher Umgang mit Brennstoffen kann schnell lebensgefährlich werden. Brandschutzexperten empfehlen deshalb:

  1. Grill immer auf festen Untergrund stellen
  2. Auf einen sicheren Abstand zu brennbaren Materialien achten
    niemals in einer Holzgartenlaube oder in einem Zelt, auf Holzfußböden oder in geschlossenen Räumen und auf dem Balkon
  3. Den Grill nie unbeaufsichtigt lassen
    achten Sie besonders darauf, dass keine Kinder im Grillbereich spielen.
  4. Das Anzünden der Holzkohle erfordert Zeit und Geduld,
    entzünden Sie Holzkohle niemals mit Benzin oder Spiritus
    Beide Flüssigkeiten verdampfen in der Sommerhitze sehr schnell, bilden eine Dampfwolke, die beim Entzünden verpuffungsartig abbrennt. Umstehende Personen können sich schwerst verbrennen.
  5. Brennbare Flüssigkeiten z.B. Spiritus nie in glühende oder brennende Grillkohle schütten. Besonders gefährlich ist es brennbare Flüssigkeiten aus einer Flasche in den Grill zu spritzen. Es besteht die Gefahr der Rückzündung, da in der Flasche sich immer etwas Flüssigkeitsdampf befindet. Dieser dehnt sich dann schlagartig aus und verspritzt die gesamte brennbare Flüssigkeit über den Grill, ein 5 - 10 Meter langer Flammenstrahl kann die Folge sein.
  6. Mit Grillhandschuh oder langer Grillzange arbeiten. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst keine Kunstfasertextilien beim Grillen tragen.
  7. Bei der Verwendung eines Gasgrills prüfen Sie vorher, ob die Anschlüsse dicht sind. Der Verbindungsschlauch und die Gasflasche darf bei Grillen nicht der Hitze ausgesetzt werden.
  8. Grillen Sie möglichst nicht bei starkem Wind
    Es besteht die Gefahr, dass Glut verweht wird oder ein Gasgrill erlischt und Gas weiterhin unkontrolliert austritt.
  9. Abtropfendes Fett kann sich entzünden, deshalb Fettauffangschalen aus Alu verwenden
  10. Sich entzündendes Fett nie mit Wasser bekämpfen, sondern Fettbrände (brennender Grill) mit einer Löschdecke ersticken oder mit einem Pulverfeuerlöscher bekämpfen.
  11. Sollte es zu Brandverletzungen kommen, kühlen Sie diese sofort über einen längeren Zeitraum mit Wasser

Bei Kindern gilt: Eine Brandverletzung in der Größe eines EURO Stücks ist ein Fall für den Notarzt.

  • Decken Sie die Wunde nach der Kühlung möglichst keimfrei ab. Verwenden Sie jedoch niemals Haushaltsmittel wie Mehl oder Ähnliches.
  • Entsorgen Sie Grillkohle und Asche erst, wenn diese völlig erkaltet ist. Füllen Sie diese nie in Kartons oder andere brennbare Behälter.

Gut vorbereitet das Richtige tun - Ein Leitfaden für Gäste

Bei einem  Brandausbruch im Hotel sollten Gäste nicht völlig unvorbereitet sein.
Das Faltblatt der VBG enthält einige leicht zu befolgende Tipps zur Vorbereitung auf den Ernstfall und gibt praktische Hinweise zum richtigen Verhalten bei Ausbruch eines Feuers im Hotel.

Hier ein Service von uns.

feuer_im_hotel

Das Prospekt lässt sich hier Downloaden

Quelle: www.vbg.de

Weitere Info´s in unserer Rubrik Brandschutztipps

 

Die neue Brandklasse F

 

Mit Erscheinen der DIN EN 2 (Brandklassen) im Januar 2005 ist neben den bisher bekannten Brandklassen A, B, C und D jetzt auch die Brandklasse F aufgenommen worden. Die Brandklasse F beinhaltet Fettbrände in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten.

Hintergrund

Prinzipiell gehören Fette der Brandklasse B an, jedoch werden Fettbrände wegen ihrer besonderen Gefahren und Eigenheiten ab sofort einer gesonderten Brandklasse F zugerechnet.

Es hat gebrannt was können sie tun.

In Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus hat es gebrannt. Das Feuer konnte gelöscht werden, aber viele Fragen und Probleme bleiben.

 
Ihre Feuerwehr möchte Ihnen mit diesen Informationen helfen, die unmittelbar anstehenden Probleme zu lösen.

Allgemeine Hinweise: Bei einem Brand entstehen grundsätzlich Schadstoffe. Die meisten dieser Schadstoffe sind gasförmig und

können durch ausreichende Lüftungsmaßnahmen entfernt werden. Einige Schadstoffe sind jedoch an Rußpartikeln gebunden und

haben sich mit dem Ruß auf Einrichtungsgegenständen, Nahrungsmitteln, Spielzeug usw. abgelagert. Diese Schadstoffe können

für Sie dann gefährlich werden, wenn Sie mit dem Ruß in Ihren Körper gelangen (Einatmen von Rußpartikeln; Verschlucken von

Rußpartikeln bei der Nahrungsaufnahme usw.).

In abgekühltem Zustand sind Schadstoffe und Ruß nicht mehr frei schwebend in der Raumluft vorhanden. Deshalb sind

erfahrungsgemäß diese gebundenen, brandbedingten Schadstoffe nur dort nachweisbar, wo auch abgelagerte

Brandverschmutzungen (Ruß) sichtbar sind.

War Ihre Wohnung nicht vom Feuer betroffen, nur leicht verraucht und sind keine Rußteilchen wahrzunehmen, können Sie sich dort

nach sorgfältiger Durchlüftung wieder aufhalten. Beachten Sie bitte den Hinweis unter Punkt 2.

War Ihre Wohnung vom Feuer, Ruß oder starker Verrauchung betroffen, sollten Sie zunächst unbedingt nachfolgende Informationen

beachten:

 

  • Bleiben Sie mit Ihrer Familie zusammen und lassen Sie Ihre Kinder nicht alleine
  • Wenn Sie oder ein Familienmitglied nach dem Brand ein Unwohlsein verspüren, suchen Sie einen Arzt auf!
  • Betreten Sie die vom Brand betroffenen Räume erst, wenn sie erkaltet und durchlüftet sind.
  • Halten Sie, bevor Sie in Ihre Wohnung gehen, Rücksprache mit der Feuerwehr und der Polizei! 
  • Halten Sie sich zunächst nur so lange wie unbedingt erforderlich in den betroffenen Räumen auf und vermeiden Sie eine Verschleppung von Ruß, Asche oder Brandrückständen in saubere Bereiche!
  • Benachrichtigen Sie sofort Ihren Vermieter und Hauseigentümer!
  • Informieren Sie Ihre Versicherung! Sofern Sie eine Hausratversicherung abgeschlossen haben setzen Sie sich so schnell wie möglich mit Ihrer Versicherung in Verbindung! Als Eigentümer des Hauses bzw. der Wohnung setzen Sie sich auch mit Ihrer Gebäudeversicherung in Verbindung, falls Sie entsprechend versichert sind! Sprechen Sie zum Schutz vor finanziellen Nachteilen mögliche Sanierungsmaßnahmen bzw. die Beseitigung von Hausrat mit der jeweiligen Versicherung ab!
  • Ist Ihre Wohnung stark durch den Brand, durch Ruß oder Rauch betroffen, oder fühlen Sie sich nach dem Schadensereignis in Ihrer Wohnung unsicher, sollten Sie sich für die kommende Nacht nach Möglichkeit eine Unterkunft bei Verwandten oder Freunden suchen! Sollten sich bei der Suche nach einer Unterkunft Probleme ergeben, so wenden Sie sich bitte an uns, wir vermitteln Ihnen Hilfe.
  • Nehmen Sie außer Wertsachen und wichtigen Dokumenten zunächst nichts aus Ihrer Wohnung mit! Vermeiden Sie die Verschleppung von Ruß!
  • Benötigen Sie Kleidung, Gegenstände oder sogar Kinderspielzeug aus Ihrer Wohnung, so dürfen diese Sachen nicht mit Ruß behaftet sein. Unbedingt benötigte Dinge sollten Sie vor dem Gebrauch gründlich reinigen! Kriterium für den Reinigungserfolg ist die Entfernung sichtbarer Rußspuren.
  • Nahrungsmittel, die nicht in fest verschlossenen Behältnissen aufbewahrt wurden, oder die mit Rauch oder Wärme in Kontakt gekommen sind, sollten Sie nicht mehr verwenden.
  • Sichern Sie Ihre Wohnung beim Verlassen gegen unbefugten Zutritt!

 

Unsere Empfehlungen sind mit größter Sorgfalt unter Berücksichtigung der aktuellen Kenntnisse und Erfahrungen erstellt worden.

Trotzdem machen wir Sie darauf aufmerksam, dass die Feuerwehr Schmelz bei auftretenden Gesundheitsschäden sowie

Sachschäden, die im Zusammenhang mit diesen Hinweisen und Ratschlägen entstanden sind, keine Gewähr übernimmt.

 

Haben sie noch weitere Fragen?

Dann wenden sie sich an ihre Feuerwehr.

Ansprechpartner finden sie in den Kontakten.

Ihre Feuerwehr Schmelz informiert

 

Informieren Sie sich beim Einchecken über Rettungswege und Brandmeldemöglichkeiten.

 

  • Folgen Sie im Notfall den grünen Rettungswege?Piktogrammen. Diese führen Sie auf dem kürzesten Weg über ein Treppenhaus ins Freie. 

 

   
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