Atemschutzwerkstatt in der Feuerwache Schmelz

 

Atemschutzgerätewarte: 

 

Stein Daniel, E-Mail Tel. 06887/950050 steind
Staudt Martin, E-Mail Tel. 06887-889971 staudtM

 

 

Aufgaben der Atemschutzwerkstatt

Die Atemschutzgeräte und Atemschutzmasken aus der Wehr Schmelz werden hier nach jedem Gebrauch, sei es Einsatz oder Übung gewesen, gewartet.


Dazu werden die Geräte, Masken und Lungenautomaten in ihre Bestandteile zerlegt und gründlich gereinigt. Die Masken und Lungenautomaten werden desinfiziert und anschließend geprüft.


Die Flaschen werden ebenfalls geprüft und wieder mit Atemluft befüllt.

Tätigkeiten in der Atemschutzwerkstatt

* Annahme bzw. Ausgabe und Registrierung von Atemschutzgeräten, Atemluftflaschen und Masken.
* Sichtprüfung auf erkennbare Beschädigungen und erste Grobreinigung an den Geräten, Flaschen und Masken.
* Demontage der Atemschutzgeräte ( Atemluftflaschen werden von der Trageplatte entnommen und Lungenautomaten abgekoppelt ).
* Füllen der Atemluftflaschen und Überprüfung ob der eingestanzte TÜV auf den Flaschen noch gültig ist.
* Reinigung der Lungenautomaten und Masken in einem speziellen Reinigungs- und Desinfektionsbad.
* Trocknung der gereinigten Masken und Lungenautomaten in einem dafür vorgesehenen Trockenschrank.
* Durchführung von Reparaturen, die von der Atemschutzwerkstatt vorgenommen werden können.
* Auswechselung von Ersatzteilen nach Herstellervorschrift oder bei Beschädigung. ( z.B. Ventilscheibentausch an Masken, Membranentausch an den Lungenautomaten)
* Zusammenbau der Atemschutzgeräte.
* Prüfung der Atemschutzgeräte und Masken mit Erfassung der Prüfergebnisse 
* Verwaltung von Atemschutzgeräten, Masken, Zubehör- und Ersatzteilen.
* Berichte schreiben und Bestellungen tätigen.
* Durchführung von monatlichen Kurzprüfungen der Atemschutzgeräte, die sich auf den Einsatzfahrzeugen der FF Schmelz befinden.

 

Alarmierung der Atemschutzgerätewarte

Bei Einsätzen mit besonders hohem Bedarf an Atemschutzgeräten besteht zusätzlich die Möglichkeit die Atemschutzgerätewarte über Funkmeldeempfänger zu alarmieren. Die Meldeempfänger werden über eine Sonderschleife ausgelöst, mit der Mitteilung das die Atemschutzgerätewarte die Atemschutzwerkstatt sofort besetzten müssen.

Bei einem laufenden Einsatz wird dadurch sichergestellt, dass Atemluftflaschen sofort nachgefüllt werden und so schnellstmöglich wieder einsatzbereit zum Einsatzort gelangen können.

Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger

Jeder Feuerwehrdienstleistende der eine Feuerwehr-Grundausbildung besitzt und eine Ausbildung zum Truppmann abgeschlossen hat, kann sich zum Atemschutzgeräteträger ausbilden lassen.

Da Atemschutzgeräteträger körperlich topfit sein müssen, muss bevor die Ausbildung beginnt noch eine Untersuchung durch einen Arzt erfolgen. Die Sogenannte G 26 - Untersuchung ist vorgeschrieben und muss alle 3 Jahre wiederholt werden. Bei dieser Untersuchung wird durch einen Seh- Hör-, Lungenfunktionstest, einer umfassenden Untersuchung und eines EKG`s festgestellt, ob der Feuerwehrdienstleistende gesund ist und die auftretenden körperlichen Belastungen problemlos verkraften kann.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt kann mit der Ausbildung, begonnen werden. Nach einigen Stunden Theorie ( Funktionsweise und Bedienung von Atemschutzgeräten und Masken, ... ) und Praxis ( Anlegen von Gerät und Maske, Durchlaufen der Atemschutzübungsstrecke ) wird zum Abschluss der Ausbildung ein Zeugnis überreicht. Darin wird bestätigt das der Feuerwehrdienstleistende ausgebildeter Atemschutzgeräteträger ist.

Diese Ausbildung wird in Saarlouis durchgeführt.

 

Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger

Die Atemschutzübungsanlage befindet sich im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Schmelz und ist mit verschiedenen Geräten ausgestattet.

Mindestens einmal im Jahr müssen Atemschutzgeräteträger die Übungsstrecke durchlaufen. Der Raum in dem sich die Übungstrecke befindet ist während des Durchgangs der Geräteträger komplett dunkel. Um die Situation so realistisch wie möglich zu gestalten werden Geräusche verschiedenster Art, über die Lautsprecheranlage übertragen. Zusätzlich kann der Raum auch noch komplett eingenebelt werden. Die Atemschutzübungsstrecke ist aufgebaut mit durchlaufenden Gängen, diese müssen von den Atemschutzgeräteträgern durchlaufen werden. Hier zeigt sich ob die Geräteträger den körperlichen Belastungen unter schwerem Atemschutz gewachsen sind und wie sie sich in Extrem-Situationen verhalten. Das Ganze wird durch Atemschutzausbilder überwacht, damit bei evtl. Notsituationen sofort eingegriffen werden kann.

Fazit: Atemschutzgeräteträger sind extremen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Bei Bränden sind sie die Einsatzkräfte, die an vorderster Front eingesetzt werden. Deshalb tragen Atemschutzgeräteträger effektiv dazu bei, dass Leben anderer zu retten, Sachwerte zu schützen und Brände gezielt zu bekämpfen.

Interessante Links zur Atemschutzausbildung, Taktik und Ausrüstung finden Sie unter:
Schlauchpakete
www.innenangriff.com
www.atemschutz.org
www.atemschutzunfaelle.eu


   
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